Studienfahrt Ungarn 2002

Siemens-Senioren im Land der Magyaren

 

Diese Siemens-Pensionäre nahmen an der Studienfahrt nach Ungarn teil.

 

Eine Studienreise mit Paprika und Csardas

Schon seit längerer Zeit bestand die Absicht, unseren östlichen Nachbarn und künftiges EU-Mitglied zu besuchen.

So fuhren 30 Jubilare und Pensionäre der Siemens-Zweigniederlassung Dortmund nach Ungarn, um Land und Leute kennen zu lernen und sich über die wirtschaftlichen und politischen Aspekte vor und nach der Wende zu informieren.

Das Standquartier für sechs Tage war in der Altstadt von Budapest - ideal gelegen, um schnell an die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu gelangen.

Neben mehreren ausführlichen Stadtbesichtigungen unter kompetenter Führung, u.a. Burgberg, Fischerbastion, Gellert und Parlament, hatte das Programm drei touristische Schwerpunkte.

  • Im Donauknie, an der Grenze zu Slowenien, erfuhren wir, welche Situation vor der Wende herrschte und wie sie sich weiter entwickelt hat. Die Zeugnisse der sozialistischen Vergangenheit wurden bald im Sinne der "Ungarischen Flexibilität" umgewandelt, aber nicht zerstört. In den Geschäften und Restaurants merkten wir, dass sich das Preisniveau schnell an westliche Verhältnisse angepasst hat.
    Der "Gulaschkommunismus" hatte sicher eine vorbereitende Wirkung - wobei es aber vermutlich noch zwei Generationen bedarf, bis das Denken und Verhalten der Menschen ganz frei sein wird.
  • Ungarn ohne Puszta geht nicht. Wir erlebten schöne Stunden mit Reiterspielen der Csikos, alter Musik und einer Planwagenfahrt zu einem Gehöft, das über die sozialistischen Jahre hinweg offenbar vergessen worden war.
  • Und wer demnächst eine Kur am Plattensee plant, konnte sich jetzt schon bei dem Ausflug an den Ballaton über die Lage und Umgebung informieren und auch den Wein verkosten.

Natürlich durfte ein Folkloreabend nicht fehlen. Wir lernten den Unterschied zwischen klassischer ungarischer Musik und der sogenannten Zigeunermusik kennen.
Das Operettenkonzert, im festlichen Rahmen auf der Burg mit Melodien bekannter ungarischer Komponisten, war einer der Höhepunkte der Reise.

Nicht vergessen werden die Teilnehmer eine Promenadenfahrt auf der nächtlichen Donau, unter den beleuchteten Brücken hindurch mit dem Blick auf das fantastisch illuminierte Budapest.

Mit dieser Studienreise der besonderen Art sollte wieder einmal der Anreiz gegeben werden, später auch privat Ungarn zu besuchen und dadurch den Menschen den Anschluss an den Westen zu erleichtern.

Das Bild zeigt die Siemens-Reisegruppe in der Königsstadt Esztergom - der ehemaligen Hauptstadt Ungarns - vor dem nach der Wende erbauten Freiheitsdenkmal, das an die Staatsgründung durch König Stephan erinnert.

Hier - hoch über der Donau, neben der größten Kirche Ungarns - und an der Grenze zu Slowenien befand sich früher ein wichtiger Beobachtungsposten der Sowjets.
Friedhelm Schmitt

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