Wanderwoche in Nieheim vom 18.08. - 22.08.2008

Dieses Jahr führte uns die Wanderwoche nach Nieheim. Der Luftkurort Nieheim liegt im oberen Weserbergland am Ostrand des Teutoburger Waldes / Eggegebirge.

Bei schönem Wetter und guter Unterkunft genossen wir die gut organisierten Tage.

1. Tag
Gleich nach der Ankunft erkundeten wir bei einer Planwagenfahrt Nieheim und die nähere Umgebung.
Wir fuhren durch eine herrliche Eichenallee, machten einen kurzen Zwischenstopp am Wasserschloss des Freiherrn von der Borch in Holzhausen und erfuhren interessantes über die Nieheimer Flechthecke, den Nieheimer Kunstpfad und den Nieheimer Käse. Unsere wohlverdiente Mittagspause machten wir in einer urigen Grillhütte und stärkten uns bei einem zünftigen Linseneintopf. Mit dem Besuch des Heimat- und Sackmuseums endete der erste Tag unserer Wanderwoche.

 

2. Tag
Mit den Organisatoren der diesjährigen Wanderwoche, Erika und Hermann Werner, wanderten wir über Oeynhausen nach Himmighausen zum Gasthof Kukuk. „Hier lebte der Lyriker und Heimatdichter Fritz Kukuk (1905 - 1987).“ Nach der Mittagspause ging es an der Optischen Telegraphenstation Nr. 32 vorbei, zurück nach Nieheim.

„In den Jahren 1832 bis 1834 ließ die preußische Regierung in Berlin die optische Telegraphenlinie zwischen Berlin und Koblenz errichten. Die ca. 700 km lange Strecke bestand aus 62 Telegraphenstationen, die sich in Sichtweite von 6 bis 14 km voneinander entfernt auf Bergen befanden. An einem Mast waren drei bewegliche Doppelarme angebracht, die in verschiedene Stellungen gebracht werden konnten. Durch diese unterschiedlichen Stellungen der Arme konnten insgesamt 4096 verschiedene Zeichen gebildet werden. Mit einem Fernrohr wurden die Nachbarstationen beobachtet und dann die Zeichen an die nächste Station weitergegeben. Eine Nachricht von Berlin nach Köln dauerte etwa 90 Minuten.“

Am Ende der Wanderung, sie war etwa 20 km lang, waren sich alle einig, es war schön aber anstrengend.

 

3. Tag
Der heutige Tag stand unter dem Zeichen Erholung und Kultur. Mit dem Bus fuhren wir nach Bad Karlshafen „Bad Karlshafen wurde 1699 von Landgraf Karl von Hessen-Kassel gegründet“ und mit dem Schiff bei schönem Wetter weiter Weser abwärts nach Höxter „Höxter wurden 1250 die Stadtrechte verliehen und ab 1295 gehörte die Stadt dem Bund der Hanse an“.
Gestärkt ging es nach der Mittagspause zu Fuß zum Kloster Corvey. Bei einem geführten Rundgang durch das Kloster hörten wir mehr über die Gründung und Geschichte von Corvey.
„Das Kloster wurde 822 von französischen Mönchen gegründet und stellte in der Folgezeit ein kulturelles und politisches Zentrum Deutschlands dar. Im 19. Jahrhundert wurde das Kloster zum Schloss umgewandelt.
Im Schatten der Klosterkirche liegt das Grab des Dichters Hoffmann von Fallersleben, der hier im 19. Jh. als Bibliothekar arbeitete.“
Mit dem Bus fuhren wir von Kloster Corvey zurück nach Nieheim. Es war ein schöner und interessanter Ausflug gewesen.

 

4. Tag
Gut erholt ging es am Morgen über den Nieheimer Kunstpfad, am Holstenturm vorbei zum Baumhaus. Dort erwartete uns der zuständige Förster und berichtete über Planung und Entstehung des Baumhauses. Danach wanderten wir auf dem Kunstpfad weiter, an der Windwiege vorbei nach Erwitzen zum Gasthof Nolte.

„In Erwitzen wurde der Dichter und Schriftsteller Peter Hille geboren, verarmt und schwer krank starb er in Berlin (1854 - 1904).“

Nach der Mittagspause in der Gaststätte Nolte wanderten wir über die Emderhöhe zurück nach Nieheim und erreichten nach einer
20 km langen aber schönen Wanderung unser Hotel Berghof.
Am Abend in gemütlicher Runde fanden alle, die Wanderwoche geht leider immer viel zu schnell vorbei.

Dieter Brotte

 


 

Es folgen einige Fotos:

 

Bild 1: Unterwegs mit dem Planwagen.

 

 

Bild 2: Rast in der Grillhütte.

 

 

Bild 3: Sackmuseum in Nieheim, Endstation der Planwagenfahrt.

 

 

Bild 4: Pausen müssen sein.

 

 

Bild 5: Na denn Prost.

 

 

Bild 6: Unsere Wandergruppe.

 

 


Bild 7:  Ausflug mit dem Schiff nach Höxter.

 

 


Bild 8: Kloster Corvey bei Höxter.

 

 


Bild 9: Der Holstenturm, Wahrzeichen von Nieheim

 

 


Bild 10: Baumhaus (Künstler, Nick von der Borch).

 

 


Bild 11: Das Baumhaus ist erobert.

 

 

 

Bild 12: Windwiege (Künstlerin, Birgit Kratzheller).

 

 

 

Bild 13: Fröhliches Beisammensein am Abend im Hotel Berghof.

 

 


Bild 14: Unsere Musikanten, Jürgen und Werner, spielten auf.