Wanderwoche
in der Pfalz
11.-15.08.2003
Bei 37°C die heißeste Wanderwoche seit Jahren
Es ist schon beinahe Tradition, dass die Wanderwoche zweimal nacheinander
in der gleichen Gegend stattfindet, um so besser Land und Leute kennen
zu lernen. So war das Ziel wieder das Hotel Rösselsquelle in Ludwigswinkel
im Dahner Felsenland.
Das
Wetter meinte es an allen Tagen gut mit uns bei Temperaturen weit
über 30°C. Der Verbrauch an Mineralwasser tagsüber und an Wein und
Bier am Abend war entsprechend hoch, um den Flüssigkeitsbedarf zu
decken.
Zur
Prüfung der Kondition fand bereits am Anreisetag eine Testwanderung
statt, die alle Teilnehmer hervorragend bestanden.
Dann ging es zur Sache! Mit dem Bus fuhren wir
nach Anweiler, wo uns der Wanderführer,
Hr. Ebner, bereits erwartete. Den ursprünglichen Plan, durch die Weinberge
zu wandern, mußten wir wegen der hohen Temperaturen aufgeben. Statt
dessen wählten wir einen Weg durch schattige Wälder, vorbei an riesigen
Felsformationen. Trotzdem war es bei der Rast auf der Madenburg erforderlich,
die innere Wärme ausgiebig herunter zu kühlen. Fantastisch war der
Blick von der Burgterrasse über die Weinberge und kleinen Dörfer bis
weit in das Rheintal. Der Rückweg führte uns an der berühmten Burg
Trifels vorbei wieder nach Anweiler. Einige Wanderer waren noch so
gut in Form, dass sie trotz der Hitze den steilen Anstieg zur Burg
wagten.
Kultureller
Höhepunkt der Wanderwoche war die Busfahrt in die berühmte elsässische
Hauptstadt Strasbourg. Gleich zu Beginn des Besuches fuhren wir mit
einem Boot über die Ill, rund um die Altstadt, vorbei an alten Verteidigungsanlagen,
durch die Gebäudekomplexe der Europäischen Institutionen bis zu dem
berühmten Stadtviertel "Petite France". Heiss war es in der Stadt
- die Thermometer zeigten 43°C an. Nach ausreichender Freizeit zur
Erkundung der Stadt und zum Probieren des Original Elsässischen Flammkuchens
zeigte uns eine charmante Stadtführerin die Kathedrale - das Straßburger
Münster. Interessant war die anschließende Führung durch Bezirke,
die in der Vergangenheit eine ausgeprägte Beziehung zu Deutschland
hatten. Zurück ging die Fahrt durch das Deutsche Weintor in Schweigen
und über die Deutsche Weinstraße nach Ludwigswinkel.
Nach diesem "Ruhetag" führten uns Wolfgang +
Heiderose Schmidt über eine abwechslungsreiche Strecke von 15km. Trotz
der Hitze haben alle Wanderer gut mitgehalten, sodass die Mittagsrast
in einem elsässischen Landrestaurant mehr als verdient war.
Jede schöne Zeit geht einmal zu Ende. Einige
Teilnehmer der Wanderwoche nutzten die Gelegenheit, noch einige Tage
anzuhängen und weitere Ziele zu erwandern. Aber auch, um neue Winzer
zu erkunden und bei bereits bekannten, kleineren aber guten Weinbauern,
ihren Bedarf an Riesling und Dornfelder zu decken.
Friedhelm
Schmitt